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Einfamilienhäuser für kinderreiche Familien

Städtebauliche Situation

Die zu bebauende Fläche bildet ein Blockrand-Eckgrundstück mit Süd-Ausrichtung in unmittelbarer Nachbarschaft zum Greifenhorstpark. Das Wohnumfeld ist geprägt von dreigeschossigen Geschosswohnungsbauten aus der Wiederaufbauzeit im Norden und einer kleinteiligen Reihenhausbebauung im Süden.

Gebäudekonzept

Die Planungsaufgabe bestand in der Konzeption von sechs Einfamilien-Reihenhäuser, finanziert durch die Landeswohnbauförderung unter Berücksichtigung der gültigen baulichen Voraussetzungen zur Förderung (erdgeschossige Barrierefreiheit, Wohnraumobergrenzen).
Ein rechtskräftiger Bebauungsplan sah auf dem Grundstück zwei Gebäudezeilen aus je drei Reihenhäusern vor. Konzeptionell beinhaltete diese Lösung einige Schwächen, da der Individualverkehr in Teilen durch die sehr schmale Pastoriusstraße geleitet werden musste, die Gärten von drei Häusern eine Ostausrichtung aufwiesen und ein kostengünstiges „Reihenhaus“-Bauen im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus mit Dreierhausgruppen kaum zu realisieren war.
Daher wurde in Analogie zur nördlichen Wohnbebauung ein geschlossener, in Ost-West-Richtung verlaufender Riegel entwickelt, der als horizontaler Quader das Grundstück nach Süden abschließt. Das aufgesetzte Dach springt als eigenständiges Volumen allseitig zurück, um den liegenden Charakter des Ensembles zu betonen und unverhältnismäßig hohe Giebelansichten zu vermeiden.

Die Erschließung wurde im nord-westlichen Bereich zur Einmündung der Pastoriusstraße in die Hafenstraße konzentriert und durch einen nördlich des Riegels verlaufenden Privatweg sichergestellt. Direkt neben dem Zugang zum Weg, der in Notfällen auch befahrbar ist, sind sechs KFZ-Mieterstellplätze als Querparker entstanden. Dadurch belastet der durch das Bauvorhaben zusätzlich zu erwar-tende KFZ-Verkehr die sehr schmale, östliche Pastoriusstraße nicht.

Komplettiert wurde die Bebauung durch eine umlaufend geschlossene Heckenanlage, die im Norden und Süden von eigens entworfenen Einbauten strukturiert wird: An den Eingängen bilden die formal abgesetzten Vorbauten der Eingangs-überdachungen und Abstellkammern einen halböffentlichen Puffer zwischen dem Weg und den eigentlichen Häusern. Wie kleine Vorplätze öffnet sich dort die Heckenanlage für je zwei Eingänge zu den Häusern. Im Süden schaffen sechs Gartenhäuser die notwendige Distanz zur angrenzenden Straße. Hier finden sich im Übrigen nochmals sechs Miet-KFZ-Stellplätze als Längsparker, um ein entsprechendes zusätzliches Parkraumangebot im Quartier bereitstellen zu können.

Alle beschriebenen Einbauten sowie Giebel und Blindfelder der Fassade wurden mit grauen Faserzementplatten ausgeführt, die als Kontrast zur warmen Ziegelfarbe der Fassade den Ensemblecharakter des Gebäudegruppe unterstützen.

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Baubeschreibung

Durch die Südorientierung in Verbindung mit einer großflächigen Verglasung können überdurchschnittlich hohe solare Energiegewinne in der Energiebilanz der Gebäude berücksichtigt werden. Zudem besteht in Zukunft die Möglichkeit, die südliche Steildachfläche mit Sonnenkollektoren zu bestücken und damit die Energieeffizienz nochmals zu erhöhen.
Der errechnete Jahres-Primärenergiebedarf beträgt 68,3 kWh/qm. Maximal zulässig sind 88,1 kWh/qm, ein für ein verklinkertes Gebäude beachtlicher Wert.

Aufgrund des Achsmaßes der einzelnen Häuser von 6,01 Meter konnten die Grundrisse entsprechen großzügig gestaltet werden. Im Erdgeschoss befinden sich Wohn-, Ess- und Küchenbereich sowie neben verschiedenen Abstellberei-chen eine barrierefreies Bad. Drei Schlafräumen mit großzügigem Bad im Obergeschoss und ein großer Atelierraum zzgl. Hauswirtschaftsraum im Dachge-schoss vervollständigen die Häuser.

Um die Revisionsfähigkeit der Häuser zu gewährleisten, wurden folgende Ausbauvarianten planerisch berücksichtigt: Das Bad im 1. OG kann später durch ei-ne Dusche und einen zusätzlichen Waschtisch ergänzt werden. Im Dachgeschoss sind die Wände zum Teil als Leichtbauwand erstellt, so dass hier bei Bedarf mit relativ wenig Aufwand zwei gleichwertige Aufenthaltsräume geschaffen werden können. Im zusätzlichen Hauswirtschaftsraum wurde ein Wasseran-schluss installiert, sodass dieser als drittes Bad ausgebaut werden kann. Diese Maßnahmen sind jedoch nicht förderrelevant, da sie über dem festgesetzten Standard der Wohnbauförderung liegen.

In den beiden Reihenendhäuser befindet sich die Küche anders als in den Mittelhäusern zwischen Ess- und Wohnzimmer, da hier giebelseitig Fenster einge-baut werden konnten (natürliche Belichtung und Belüftung). Dadurch ergibt sich für die Bewohner die Möglichkeit, Ess- und Wohnzimmer unabhängig von einan-der zu nutzen. In Hinblick auf die hohe Belegungsdichte der Objekte mit mindes-tens sechs bis acht Bewohnern trägt diese Maßnahme erheblich zur Steigerung der Nutzungsvielfalt bei.

Da das Ensemble neben dem Technikkeller keine weiteren Kellerräume besitzt, sind in jeder Etage größere Abstellräume integriert. In den Außenanlagen wurden zudem sowohl neben den Eingangsbereichen als auch in den Mietergärten Abstellschuppen errichtet.

Grundstück

Das Grundstück war teilweise mit einem eingeschossigen, unterkellerten Waschhaus bebaut, so dass eine bestehende Baugrube in die Planung einbezogen werden musste. Leider entsprach der Standort einer ehemaligen Wäscherei auf dem Grundstück nicht der geplanten Platzierung der neuen Reihenhäuser, so dass die Baugrube in Teilen verfüllt werden musste.

In einem Baugrundgutachten wurde festgestellt, dass die beplante Fläche in großen Teilen mit Aufschüttungen verfüllt worden war, die eine Mächtigkeit von bis zu 2,00 Metern bildeten und als Baugrund ungeeignet waren.

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Gründung

Wegen oben beschriebener Bodenbeschaffenheit musste daher unter den Streifenfundamenten zunächst das vorgefundene Bodenmaterial bis auf den gewachsenen Boden ausgehoben und mit Magerbeton erneut angefüllt werden. Erst dann konnten die Streifenfundamente eingeschalt und ordentlich betoniert werden. Im Bereich des geplanten, ca. 30 qm großen Servicekellers wurde der gesamte Bodenaushub aufgrund seiner ungünstigen Beschaffenheit entfernt und beiseite geschafft.

Rohbau

Die Ausführung des Rohbaus erfolgte in Kalksandstein (Planelemente). Dabei wurden die Geschossdecken mit halbfertigen Filigranelementen erstellt. Die Haustrennwände wurden zweischalig gemauert und genügen den Anforderungen an den erhöhten Schallschutz. In Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Gebäude kam ein gelber Vormauerklinker als Fassadenmaterial zum Einsatz. Dabei wurden allen Fensterstürze als vorgefertigte Bauteile geliefert, die mit Edelstahlkonsolen am Hintermauerwerk befestigt wurden. Um die gewünschte Homogenität der Fassade zu erzeugen, wurden die Fugen im gleichen Farbton erstellt.

Zu Minimierung von Schwind- und Setzrissen in der Dachbekleidung wurde für die Dachkonstruktion hochwertiges Konstuktionsvollholz (KV) verwendet. Die Dämmstoffdicke der Vollwärmedämmung beträgt hier 24 cm. Bei der Dacheindeckung kam ein hellgrauer Betondachstein zum Einsatz, der farblich in Anlehnung an die Fassadenelemente aus Faserzement ausgewählt wurden. 
Sowohl Dach als auch die Fenster wurden winddicht ausgeführt und durch einen entsprechenden Blower-Door-Test zertifiziert.

Ausbau

Der Ausbau erfolgte in Anlehnung an die Standards im geförderten Wohnungsbau. Jedoch wurden folgende zusätzliche Maßnahmen durchgeführt:

• Zweischalige Fassade mit Vormauerwerk aus Klinkersteinen
• Kunststoffrahmenfenster mit äußerer Acrylbeschichtung (UV beständig)
• Erdgeschosse und Südfassade mit elektrischen Rollladen
• In jedem Raum separates Thermostat zur Regulierung der Fußbodenheizung.
• EDV und Telefon in jedem Aufenthaltsraum.
• Gemauerte Terrassenzwischenwände

Leistungen durch b.u.g.

Gesamtes Leistungsbild der HOAI (LP 1 bis 9)

 

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